One Day with YOU - Shooting
So hat Lena Marie Sommer aus Regensburg den Tag erlebt
„Ich treffe ihn an einem ruhigen Morgen in der Stadt. Alles ist noch still, nur die Sonne streift die Dächer. ‚Bereit?‘ fragt er mit einem ruhigen Lächeln. Ich nicke, ein leichtes Lächeln huscht über mein Gesicht.
Ein Tag, der mir gehört — und gleichzeitig einer, der durch seine Linse erzählt wird.
Während ich die Tasse in den Händen halte, beobachtet er mich kurz. Er achtet auf die kleinen Bewegungen, wie ich den Kopf leicht neige, wenn ich nachdenke. Alles, was ich tue, scheint für ihn eine Geschichte zu sein. ‚Du musst nichts spielen. Sei einfach da‘, sagt er leise.
Ein Aufatmen. Kein Posen, kein künstliches Lächeln. Nur ich – und jemand, der mich wirklich sieht.
Ich spüre, wie die Spannung langsam weicht, während die ersten Sonnenstrahlen die Dächer erwärmen. Für einen Moment ist die Welt still, und es gibt nur uns beide und die Kamera, die leise klickt.“
Der Spaziergang – Erste Geschichten
„Wir laufen durch die Straßen, die ersten Sonnenstrahlen wärmen mein Gesicht. Ich erzähle kleine Geschichten von gestern, von Dingen, die mir wichtig sind. Er hört zu und fängt leise Bilder zwischen unseren Worten ein.
‚Hier war ich schon lange nicht mehr‘, sage ich, als wir an einem kleinen Park vorbeikommen.
‚Perfekt, dann schauen wir, wie es heute aussieht‘, antwortet er.
Die Vögel zwitschern, ein Hund bellt in der Ferne. Es wirkt, als würde die Welt für einen Moment Musik spielen. Ich vergesse fast, dass eine Kamera dabei ist.
Sein Blick folgt dem Spiel von Licht und Schatten, den feinen Bewegungen meiner Hände, dem Lächeln, das in meinen Augen wohnt. Jeder Klick fühlt sich wie ein Atemzug an.
Ich bewege mich kaum, lasse den Moment einfach passieren.
‚Warte kurz… bleib stehen.‘
‚So?‘
‚Ja, genau so.‘
Ich erkenne, dass er nicht nur fotografiert, sondern beobachtet, wie Licht, Bewegung und Stimmung zusammenkommen. Es sind keine Fotos allein, sondern kleine Momente, die bleiben.“
Pause – Beobachtung & Reflexion
„Wir setzen uns in eine kleine Café-Ecke. Ich rieche den Kaffee, höre leise Gespräche, spüre den Duft von frischem Gebäck. Ich schaue mir die ersten Aufnahmen an.
‚Das bin wirklich ich …‘
‚Genau darum geht es‘, sagt er.
Er achtet auf Details: wie ich die Tasse halte, kleine Fingerbewegungen, das Licht, das durch das Fenster fällt. Jedes Detail fügt sich nahtlos in die Geschichte ein.
‚Mach weiter. Alles ist so, wie es sein soll.‘
Ich erkenne, dass er nicht inszeniert, sondern begleitet. Meine Bewegungen, Gesten und selbst meine kleinen Unsicherheiten werden Teil der Erzählung. Es fühlt sich leicht an, als würden wir zusammen einen Tag dokumentieren, der sonst verloren wäre.“
Mittag – Unterwegs & kleine Abenteuer
„Die Straßen sind lebendiger, Menschen huschen vorbei, Kinder lachen auf dem Spielplatz.
Wir bleiben kurz vor einem alten Tor stehen.
‚Siehst du, wie das Licht durch die Ritzen fällt?‘
‚Ja, bleib einfach so.‘
Ein Duft von frisch gebackenem Brot weht herüber. Ich atme tief ein – ein Augenblick voller Lebendigkeit.
Sein Fokus liegt auf Schatten, Lichtspielen und subtilen Gesten.
Ein kurzer Blick, ein Lächeln, ein Schritt – alles wird zu einer Geschichte.
‚Perfekt. Nicht bewegen.‘
Ich beginne zu verstehen, dass jede Geste, jeder Blick und jedes Lächeln mehr erzählt, als Worte könnten. Er lässt mich so sein, wie ich bin, und verwandelt das Alltägliche in außergewöhnliche Bilder.“
Nachmittag – Details & Makro
„Er achtet auf meine Hände, die Bewegungen der Finger, kleine Gesten, die ich selbst kaum wahrnehme.
‚Warum fotografierst du das?‘ frage ich.
‚Weil es ein Teil deines Tages ist‘, antwortet er.
Die Makroaufnahmen enthüllen kleine Geheimnisse des Tages. Schatten, winzige Bewegungen, feines Licht – all das zeigt Persönlichkeit und Stimmung. Diese Nuancen machen die Serie lebendig und lassen mich in meiner ganzen Tiefe spürbar werden.
Währenddessen beobachte ich, wie er die Perspektive wechselt, den Winkel anpasst, das Licht abwartet. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Bilder wachsen, ohne dass sie erzwungen wirken. Wir sind beide Teil desselben Moments, doch auf unterschiedliche Weise.“
Später Nachmittag – Licht & Bewegung
„Wir bleiben an einem ruhigen Innenhof stehen. Das Licht wird weich, warm, wie flüssiges Gold.
‚Dreh dich langsam um‘, sagt er.
Ich tue es, ohne nachzudenken. Der Moment fühlt sich perfekt an, ohne dass wir ihn planen.
Ein leichter Wind streicht durch die Bäume, Blätter rascheln. Alles fügt sich zu einem Moment, in dem Licht, Bewegung und Atmosphäre harmonieren.
Er wartet, drückt ab, genau dann, wenn alles zusammenkommt. Dieses Bild wird später nicht nur ein Foto sein – es wird die Essenz des Tages.
Ich erkenne, dass die Magie nicht in der Kamera liegt, sondern in der Art, wie wir zusammen den Tag erleben, wie er Momente sieht, die mir selbst kaum auffallen.“
Abend – Rückblick & Abschluss
„Der Tag neigt sich dem Ende zu. Wir sitzen auf einer Bank, lachen über kleine Zwischenfälle, die unterwegs passiert sind.
‚Weißt du, ich hätte nie gedacht, dass ein Shooting sich so anfühlen kann‘, sage ich.
‚Es war kein Shooting‘, sagt er. ‚Es war ein Tag – dein Tag.‘
Die Straßen sind ruhig, die Abendluft kühl und klar. Ich spüre Müdigkeit, aber auch diese besondere Zufriedenheit, die nur echte Momente schenken.
Er sieht, wie der Tag in mir nachklingt. Jede Bewegung, jede Geste, jeder Augenblick ist eingefangen. Wir haben keinen Moment erzwungen, wir haben alles gefunden. Die Serie ist mehr als Fotos – sie ist eine Geschichte, ein Gefühl, eine Erinnerung, die bleibt.
Ich lächle innerlich und denke: ‚Gerne wieder.‘“